Projekt „Immobilien und Pastoral“ und die daraus entstehenden Veränderungen

Stand: 26.04.2026

Auch in unserer Diözese wird es Veränderungen geben.
Durch geringere Einnahmen bei der Kirchensteuer und allgemein steigende Kosten wird es künftig nicht mehr möglich sein, alle Gebäude zu erhalten und Instandzuhalten.

Um dafür eine Lösung zu finden, wurde 2024 in unserem Alt-Dekanat Forstenried ein Pilotprojekt gestartet. Das Ziel darin war es zu erörtern, welchen Investitionsbedarf alle Gebäude der beteiligten Pfarreien, in den nächsten 10 -15 Jahren haben werden. Ende 2025 gab es daraus erste Ergebnisse, über die wir Sie hier informieren.

Das Pilotprojekt, an dem auch St. Joachim teilnahm, umfasste folgende 14 Pfarreien: Heilig Kreuz, Hl. Dreifaltigkeit Grosshesselohe, Hl. Geist Pullach, Karl Borromäus, St. Maria Himmelfahrt Thalkirchen, St. Achaz, St. Ansgar, St. Hedwig, St. Joachim, St. Johann Baptist, St. Matthias Fürstenried, St. Nikolaus Neuried, St. Thomas Morus und Wiederkunft des Herrn.

Mittlerweile wurde der Prozess bereits in weiteren Dekanaten gestartet.

Was bisher geschah:

Schritt 1 – Erarbeitung von Bewertungsgrundlagen

Es wurden erstmal Bewertungsgrundlagen für Gebäude erarbeitet.

Schritt 2- Analyse aller Gebäude

Es wurden alle Gebäude der teilnehmenden Pfarreien genau analysiert. Dabei wurde der Gebäudezustand und der zu erwartende Investitionsbedarf für die Instandhaltung in den nächsten 10 Jahren ermittelt.

Schritt 3 – Ergebnis – Investitionsbedarf

Es wurde eine Liste aufgestellt mit den einzelnen Gebäuden, woraus sich auch der gesamte Investitionsbedarf ergab. Wie zu erwarten war dieser deutlich höher, als die zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel.

Kostenprognose aller Gebäude der 14 teilnehmenden Pfarreien für die nächsten 10 Jahre = Insgesamt ca. 24 Millionen Euro.
Dem gegenüber steht ein Baubudget in Höhe von etwa 8 Millionen Euro.
Die logische Folge: Es können leider nicht alle Gebäude erhalten bleiben!

Schritt 4 – Welche Gebäude können erhalten bleiben?

Dazu wurden alle Gebäude in Kategorien eingeteilt:
Grün = Geringer Investitionsbedarf, kann langfristig erhalten bleiben
Gelb = Langfristig erhöhter Investitionsbedarf. Vermutlich langfristig keine Erhaltung möglich oder Nutzungsänderung erforderlich.
Rot = Hoher Investitionsbedarf bzw. hohe Kosten. Vermutlich auch kurzfristig keine Erhaltung möglich

Dabei wurden alle Gebäude gleich behandelt, egal ob ein Pfarrheim, Pfarrhaus oder eine Kirche.

Situation in St. Joachim

Kirche = Grün (bleibt erhalten)
Pfarrhaus = Gelb (Langfristige Erhaltung vermutlich nicht möglich. Die Kirchenverwaltung prüft Möglichkeiten. Ein Verkauf des Grundstückes ist aber nicht geplant)
Pfarrheim = Gelb | In unserem Pfarrheim bedeutet das zunächst nur, dass die benötigten Investitionen für die Instandhaltung in den nächsten 10 Jahren nicht gesichert sind. Wir gehen aber davon aus, dass durch Vermietungen und Veranstaltung die nötigen Investitionen finanzieren werden können.
Hintergrund: Unser Pfarrheim besteht aus zwei Gebäuden: Dem Pfarrheim und dem Gebäude mit Mietwohnungen.
Derzeit dürfen die Mieteinnahmen nur für das jeweilige Gebäude investiert werden. Also Einnahmen der Mietwohnungen dürfen nicht für die Instandhaltung der Pfarrheimräume verwendet werden. Wir gehen aber davon aus, dass diese Einschränkung demnächst entfällt. Außerdem wird gerade das Mietkonzept der Pfarrheimräume überarbeitet, dass künftig auch durch regelmäßige Vermietungen der Pfarrheimräume zusätzliche Einnahmen entstehen. 

Die Kirchenverwaltung war bei dem gesamten Prozess dabei und beschäftigt sich derzeit mit den Ergebnissen und erforderlichen Änderungen.

Schritt 5:

Bisher wurden nur Gebäude analysiert. Als nächstes stellte sich aber die Frage: Wie kann man die liturgischen und seelsorgerischen Aufgaben gewährleisten, wenn jeweilige Gebäude nicht mehr dafür benutzt werden können?

Dazu wurden Ende 2025 und im Januar 2026 in Workshops erste strukturelle Möglichkeiten erörtert. Dabei wurden auch Seelsorgerische Aspekte mit einbezogen. Angedacht wurden dabei größere Seelsorgeeinheiten mit teilweise 5-7 Pfarreien. St. Joachim befindet sich dabei genau zwischen einer südlicheren Seelsorgeeinheit mit St. Ansgar, St Johann Baptist usw. Und einer nördlichen mit u.a. St. Thomas Morus, St Margaret, St. Hedwig…

Wie geht es jetzt weiter?

Aktuell gehen wir davon aus, dass es zur Gründung größerer Seelsorgeeinheiten kommt. Entschieden ist aber noch nichts. Der Pfargemeinderat und die Kirchenverwaltung werden die Möglichkeiten demnächst, u.a. in einer gemeinsamen Sitzung, genau analysieren.

Hinweis: All das sind, stand jetzt, nur Überlegungen! Auch wenn es wahrscheinlich ist, dass es zu größeren Seelsorgeeinheiten kommt, es gibt noch keine Entscheidung und noch keine Tendenz, in welche Richtung wir uns orientieren würden.

Zeitplan:

Unsere Gremien beschäftigen sich die nächsten Wochen / Monate intensiv mit der Situation und den Möglichkeiten. Wir erwarten derzeit, dass es erst im Herbst 2026 konkrete Entscheidungen geben könnte. Selbstverständlich wird auch auf die Meinung der gesamten gemeinde gehört.

Wir halten Sie hier auf dem Laufenden.

Andreas Reitberger
Mitglied der Kirchenverwaltung und des Pfarrgemeinderates

Häufig gestellte Fragen:

Das wäre denkbar, aber derzeit gibt es keine Entscheidungen darüber.

Falls die angedachten neuen Seelsorgeeinheiten umgesetzt werden, wäre St. Hedwig bei unseren nördlichen NAchbarpfarreien St. Thomas Morus, St. Margaret… Sollte sich St. Joachim in Richtung Süden orientieren (Richtung St. Ansgar, St. Johann Baptist…), dann wäre ein Pfarrverband nicht mehr sinnvoll. Sollte sich aber St. Joachim ebenfalls in Richtung der nördlichen Nachbarpfarreien orientieren, könnte auch der Pfarrverband weiter bestehen.

Es ist also alles möglich und noch nichts entschieden.

Die Frage, welche Gebäude erhalten bleien, beantwortet eigentlich das Ergebnis der Gebäudeanalyse. Aber: Grundsätzlich kann nur die jeweilige Kirchenverwaltung über Gebäude entscheiden. Da aber bereits dieses Jahr die Instandhaltungspauschale, die wir bisher jährlich bekommen haben, weggefallen ist, müssen sich Gebäude künftig quasi selbst tragen. Ist das nicht der Fall, muss die jeweilige Kirchenverwaltung eine Lösung finden. Dies kann z.B. eine Nutzungsänderung mit höheren Mieteinnahmen sein. Aber auch Verpachtungen sind denkbar.

Nein. Derzeit gibt es keine Tendenz in eine Richtung. Zwar gibt es persönliche Tendenzen einzelner Personen. Um eine Entscheidung zu treffen, werden aber erstmal noch Gespräche geführt und Fakten gesammelt. Erst dann wird es eine Entscheidung geben.

Ansprechpartner für St. Joachim

Ralph Spiekermann

Ralph Spiekermann
Kirchenpfleger

ralph.spiekermann@gmx.de

Andreas Reitberger

Andreas Reitberger
Mitglied der Kirchenverwaltung und des Pfarrgemeinderates

01733502246
andi.reitberger@stjoachim.de